Digitalen Stress vermeiden
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Always On: Wie Digitaler Stress den Alltag zwischen Bürostuhl und Sessel belastet

Die Hauptstressfaktoren in der digitalisierten Welt

Nach der Arbeit noch einmal schnell in die Mails geschaut, einige davon beantwortet, das ein oder andere Telefonat geführt, denn was du heute kannst besorgen… und schon ist wieder eine Stunde um, obwohl doch eigentlich schon längst Feierabend sein sollte. Wie oft lässt man sich doch verführen und schafft es nur schwer, nach der Arbeit abzuschalten und nicht ständig erreichbar zu sein. Doch Feierabend sollte vor allem Entspannung und Ruhe bedeuten, denn digitaler Stress beeinflusst auf Dauer unsere Leistungsfähigkeit.

Laut einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Augsburg leiden mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer, die sich durch digitalen Stress belastet fühlen, unter Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und allgemeiner Müdigkeit. Interessant ist dabei auch, dass nicht nur die fehlende Work-Life-Balance Grund für das Stressempfinden in Zeiten der Digitalisierung ist. Viele nehmen die Verunsicherung und mangelnde Kompetenz im Umgang mit den digitalen Technologien am Arbeitsplatz als Hauptstressfaktor wahr. Zudem wurden auch die Unzuverlässigkeit der Technologien und die Überflutung durch immer neue Technologien als größte Stressoren benannt. Wenn sich Arbeitnehmer also nicht in der Lage fühlen, die vorhandene Technik von Telefonanlagen bis hin zu künstlicher Intelligenz zu bedienen, oder entsprechende Schulungen zu kurz kommen, scheint digitaler Stress vorprogrammiert.

24/7 erreichbar

Hinzukommt die ständige Erreichbarkeit, auch nach Feierabend. Zunehmend verschwimmen heutzutage die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Rund 46 Prozent der Arbeitnehmer, die laut Arbeitsvertrag 41 und mehr Wochenstunden arbeiten, geben an, auch in ihrer freien Zeit verfügbar sein zu müssen (TK-Stressstudie 2016). Moderne Formen des Arbeitens wie Home-Office versprechen da auf den ersten Blick mehr Flexibilität. Doch wirklich stressfreier scheint das Arbeiten auf Reisen oder zu Hause nicht zu sein, wenn die Arbeitszeit mit dem Herunterfahrendes Laptops nicht automatisch endet. Wer das Gefühl hat, rund um die Uhr erreichbar sein zu müssen und durch Notebook, Smartphone und Tablet immer und überall auf seine Arbeit zugreifen kann, verlängert meist automatisch seine Arbeitszeit oder versäumt Pausen. Digitaler Stress ist vorprogrammiert.

p.m. off statt always on

Dabei sind es gerade die klaren Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit, die für ein gesundes Gleichgewicht im Alltag sorgen. 39 Prozent der Berufstätigen empfinden den Stresspegel häufig als hoch, wenn ihr Job erfordert, dass sie ständig erreichbar sein müssen (TK-Stressstudie 2016). Den Computer im Büro herunterzufahren, sollte im besten Falle bedeuten, auch gedanklich abzuschalten. Entspannung will jedoch gelernt sein. Hilfreich können dabei smartphonefreie Zeiten sein. Telefonate nach Feierabend sollten einen Ausnahme bleiben und das Diensthandy bei Arbeitsende für festgelegte Zeiten ausgeschaltet werden. Da wir ohnehin nur etwa sechs Stunden am Stück produktiv arbeiten können, sollten wir uns beim Gedanken an Telefonate und Mails nach Feierabend überlegen, ob wir wirklich noch leistungsfähig sind. Ein besseres Ergebnis gelingt meist eher am nächsten Morgen. Ein erster Schritt, um digitalen Stress zu mindern: genau beobachten wie die Digitalisierung auf uns wirkt und auf unser Verhalten nach Feierabend achten. Ruhe und Entspannung erfordert ein gewisses Maß an Selbstdisziplin und ist im Umgang mit den digitalen Medien enorm wichtig.

Die besten Relaxing-Apps und digitalen Entspannungshelfer findet ihr in unserem letzten Blogbeitrag.

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