Social Media Marketing
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Social Media Communication: Storytelling, Social Listening & smarte Ziele

Die wichtigsten Social Media Facts

Mehr und mehr verlagert sich die interne und externe Kommunikation von Unternehmen auf soziale Medien. Wer soziale Netzwerke nutzt, hat die Möglichkeit, direkt und fokussiert mit seiner Zielgruppe, also auch mit potenziellen Kunden zu kommunizieren. Doch bei der Planung der Strategie stellen sich mitunter viele Fragen: Auf welchen Kanälen soll ich aktiv sein? Welche Themen interessieren meine Zielgruppe? Welche Inhalte kann ich posten? Um nicht in der Masse an Kanälen unterzugehen, haben wir ein paar einfache goldene Regeln zusammengefasst, die jeder in seiner Social Media Communication berücksichtigen sollte.

# 1 – Die aktive Minderheit erreichen

Obwohl heutzutage nahezu jeder auf Facebook, Twitter, Instagram und Co. unterwegs ist, erstellt und teilt nicht automatisch jeder Nutzer auch selbst Inhalte. Laut der Ein-Prozent-Regel ist nur 1 % der Nutzer als Kreatoren der Inhalte aktiv. Etwa 9 % kommentieren und teilen als Kontributoren fremde Inhalte. Die Mehrheit, also 90 % sind stillschweigende Beobachter. Das Fazit dieser Ein-Prozent-Regel: Wenn ich mich darauf konzentriere, die 10 % der aktiven Nutzer anzusprechen, erreiche ich dabei auch die Mehrheit der passiven Beobachter.

Die auf den ersten Blick geringe Anzahl an tatsächlich aktiven Nutzern bedeutet also keineswegs einen Nachteil, denn die Social Media Communication in den sozialen Netzwerken läuft immer bidirektional. Jeder Empfänger kann senden, kommentieren, Informationen verbreiten, teilen und seine Meinung kundtun. Durch all diese Interaktionen entsteht ein wertvoller und direkter Austausch mit der Zielgruppe. Dabei ist ein ernsthafter Umgang mit dem Feedback der aktiven Nutzer unabdingbar, denn es verrät mitunter einiges über die Bedürfnisse der Kunden.

#2 – Social Listening: Die Zielgruppe genau studieren und verstehen

Bei der Massen an Kanälen, Profilen und Marken in den sozialen Netzwerken ist es sehr wahrscheinlich, dass auch über mein Thema oder Produkt bereits gesprochen wird. Daher ist es wichtig, genau hinzuhören, Veränderungen zu erkennen und folgende Fragen bei der Social Media Communication immer wieder zu überprüfen:

  • Auf welchen sozialen Netzwerken ist meine Zielgruppe aktiv?
  • Wann ist sie aktiv?
  • Welche Themen/Inhalte interessieren meine Zielgruppe?
  • Was weiß meine Zielgruppe bereits über mein Thema/mein Produkt?
  • Welche aktuellen Trends sind erkennbar?
  • Welche Personen fühlen sich mit meiner Marke verbunden?
  • Wo kann ich mit meinen Themen einhaken?

Social Listening macht also einen großen Teil einer erfolgreichen Social-Media-Strategie aus. So schnelllebig soziale Medien heutzutage sind, so rasch können sich auch die Meinungen, Interessen und Reaktionen der Zielgruppe verändern. Social Listening sollte also keine einmalige Abfrage sein, sondern vielmehr ein stetiges Aufspüren, Studieren und Verstehen der Zielgruppe und ihrer Bedürfnisse.

#3 Auswahl der Kanäle

Die Zielgruppe zu kennen, bedeutet auch, zu wissen, auf welchen Kanälen sie aktiv ist. Doch nicht jeder Social-Media-Kanal eignet sich auch für jede Marke, jedes Produkt oder Unternehmen. Nachdem ich weiß, wo ich meine Zielgruppe erreiche, sollte ich mich also fragen, ob ich den jeweiligen Kanal auch kontinuierlich pflegen kann. Einen Kanal zu bespielen lohnt sich meist nur, wenn ich hochwertige und interessante Inhalte beitragen kann – und das nicht nur einmal im Monat. Die Pflege von Social-Media-Kanälen erfordert nicht nur Zeit, sondern auch ein umfangreiches Maß an Text- und Bildmaterial.

#4 Content-Planung

Guter Content sollte Geschichten erzählen, zum Nachdenken anregen, etwas Neues berichten und im besten Falle positive Emotionen wecken. Ein guter Richtwert, um zu entscheiden, ob sich ein Thema als Social-Media-Inhalt eignet, ist die Frage: Würde ich meiner Freundin davon erzählen oder ihr das Bild bzw. den Post zeigen? Die wichtigsten Faktoren bei der Content-Planung sind daher:

  • Storytelling
  • Aktualität
  • Unterhaltungsfaktor
  • Emotionalität

#5 Zauberwort Abwechslung

Ein einheitlicher Auftritt in den sozialen Netzwerken bedeutet nicht, überall das Gleiche zu posten. Was auf Facebook gut funktioniert, kann auf Instagram schon wieder untergehen und umgekehrt. Wichtig ist bei der Social Media Communication also, alle geplanten Inhalte dem jeweiligen Kanal anzupassen. Da viele Follower auch auf verschiedenen Netzwerken aktiv sind, sollten sie nicht überall das Gleiche sehen. Die verschiedenen Inhalte sollten der Zielgruppe Abwechslung bieten und Langeweile vermeiden.

Alles über Live-Videos als Marketinginstrument lest ihr in unserem letzten Blogpost.

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