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Faszien – Bindegewebe für Beweglichkeit und Kraft

Tipps für geschmeidige Faszien

Faszien werden häufig auch als Bindegewebe bezeichnet und umhüllen netzartig sämtliche Muskeln, Organe und Knochen. Das Gewebe trennt die einzelnen Körperbestandteile voneinander, sodass keine Reibung entsteht, verbindet diese aber auch und ermöglicht so die Kraftübertragung vom einen auf den anderen Muskel. Faszien geben dem Körper seine Form, halten ihn beweglich und verleihen den Muskeln Stabilität und Festigkeit. Faszien haben außer ihrer strukturellen Funktion aber noch weitere wichtige Aufgaben.

Welche Aufgaben haben Faszien?

  • Das Bindegewebe unterstützt den Bewegungsapparat bei der Übertragung von Kraft, denn Bewegungen werden nicht nur von Muskeln, Bändern und Sehnen, sondern auch von den umgebenden Faszien übertragen. Bei der Bewegung spielen verschiedene Muskeln als motorische Einheiten zusammen. Die Zugkräfte dieser motorischen Einheiten werden auf die Faszienstränge übertragen und so in eine Körperbewegung verwandelt. Dadurch erreichen Bewegungsreize alle Bereiche im Körper.
  • Rezeptoren im Fasziengewebe sind wesentlich an der Wahrnehmung von Reizen und an der Übermittlung von sensiblen Signalen für die Ausrichtung und Bewegung des Körpers beteiligt.
  • Wenn sich ein Muskel zusammenzieht, sorgen Faszien für die Rückfederung. Durch den sogenannten Katapulteffekt bei der Dehnung kann das Fasziennetzwerk enorme Kräfte freisetzen. So beträgt der Anteil der Faszien beim Stemmen von Gewichten etwa 80 Prozent.
  • Faszien umgeben Muskeln, Knochen, Organe, Gefäß- und Nervenleitungen und ziehen sich durch den ganzen Körper. Sie haben eine Stütz- und Schutzfunktion und dienen gleichzeitig als Gleitschicht.

Was passiert, wenn Faszien in ihrer Funktion eingeschränkt sind?

Funktionsstörungen wie das Verkleben der Faszien können zu lokalen Verhärtungen führen, die schmerzhaft sind und die Beweglichkeit einschränken. Mögliche Ursachen, die zu Veränderung des Fasziengewebes führen, sind beispielsweise Überlastungen im Bewegungsapparat, bestimmte Bewegungs- oder Spannungsreize, Alterungsprozesse, Medikamente, entzündliche Prozesse oder Verletzungen.

3 Tipps für geschmeidige Faszien

1. Ganzheitliches Training

Besonders zielführend ist ein Ganzkörpertraining, das mit dynamischen Dehn- und Kräftigungsübungen ganze Muskelketten trainiert, denn nur ein trainiertes Muskel- und Fasziengewebe bleibt auch beweglich. Dazu eignen sich zum Beispiel Yoga, Pilates, Tai-Chi oder Qigong. Bei regelmäßigen Wiederholungen wird der gesamte Körper besser durchblutet und dadurch auch das Fasziengewebe optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

2. Die Faszienrolle

Ein Ganzkörpertraining sorgt für eine bessere Beweglichkeit und Durchblutung des Gewebes, reicht allerdings bei hartnäckigen Verklebungen oftmals nicht aus. Aus diesem Grund stellt eine Faszienrolle eine gute Ergänzung zum Training dar. Durch das Rollen des Körpers wird die Durchblutung angeregt und verbessert. Außerdem wird durch die Stimmulation mit der Faszienrolle auch das Bindegewebe angeregt mehr Kollagen zu produzieren, wodurch es insgesamt straffer wird.

3. Ausreichend Flüssigkeit und eine gesunde Ernährung

Eine gesunde Ernährung und viel Flüssigkeit unterstützen die Beweglichkeit der Faszien, die hauptsächlich aus Proteinen und Wasser bestehen. Die ausreichende Zufuhr von mineralhaltigem Wasser wirkt sich somit positiv auf das Fasziensystem aus. Auch ungesättigte Fettsäuren sind wichtig, da sie die Zellmembranen des Fasziengewebes geschmeidig halten. Gesunde Kohlenhydrate in Obst, Gemüse oder Hülsenfrüchten sorgen für eine ausreichende Versorgung des Fasziengewebes mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Konkrete Übungen für das Faszien-Training gibt es auf https://www.youtube.com/watch?v=-pa9disczmk

Jeden Tag 5-10 Minuten Übungen helfen bereits, die Faszien zu stärken und geschmeidig zu halten. Das wirkt sich langfristig und nachhaltig auf euer Wohlbefinden und eure Gesundheit aus.

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